Brownies mit Schokolade und ganzen Haselnüssen, Thermomix
Fudgy Brownies mit saftigem Kern, rissiger Kruste obendrauf und knackigen ganzen Haselnüssen: Der Teig entsteht komplett im Thermomix in wenigen Minuten.

Genau das ist das Ziel: ein feuchter, dichter Kern, eine dünne rissige Kruste obendrauf, und der knackige Kontrast der ganzen Haselnüsse, die bewusst grob geblieben sind.

Der Trick für die Kruste ist, Eier und Zucker nicht zu lange zu schlagen: 45 Sekunden im Thermomix reichen, gerade genug, um sie zu verbinden, ohne Luft einzuarbeiten.
Willst du sie als echtes Dessert servieren: ein noch leicht warmes Quadrat mit einer Kugel Zartbitter-Schokoladeneis obendrauf ist die Kombination, die ich mache, wenn ich Gäste habe.
Fudgy oder cakey: Der Unterschied liegt im Ofen
Brownies teilen sich in zwei Familien, und fast der ganze Unterschied liegt in der Backzeit, nicht in den Zutaten.
- Fudgy (wie auf dem Foto): feuchter, dichter Kern, fast wie ein Pralinenkern. Man erreicht das, indem man aus dem Ofen holt, wenn das Stäbchen mit feuchten Krümeln herauskommt.
- Cakey: trockener, eher wie ein Kuchen. Das bekommst du, wenn du 5-10 Minuten länger backst.
Der klassische Fehler ist, so lange zu backen, bis er "fertig aussieht": Dann ist er schon zu weit. Der Brownie gart durch die Restwärme auch außerhalb des Ofens weiter, also sollte er herausgenommen werden, wenn er noch leicht zurück wirkt.
Das Geheimnis der rissigen Kruste
Diese dünne, glänzende Oberfläche, die aufreißt, ist das Erkennungszeichen eines gut gemachten Brownies, und das ist kein Zufall: Sie entsteht, wenn sich der Zucker vollständig in den Eiern auflöst und beim Backen an die Oberfläche wandert.
Deshalb sind die 45 Sekunden bei Stufe 4 in beide Richtungen wichtig: genug, um den Zucker aufzulösen, aber nicht so viel, dass Luft eingearbeitet wird. Schlägst du zu viel, geht der Brownie beim Backen auf und fällt danach zusammen, und die Kruste bildet sich nicht.
Die andere Voraussetzung ist, dass die Schokoladen-Butter-Masse lauwarm ist, nicht kochend heiß: heiß würde sie die Eier sofort garen.
Die ganzen Haselnüsse, nicht gehackt
Das ist eine bewusste Entscheidung: gehackt würden sie im Teig verschwinden und nur einen vagen Geschmack geben, ganz geben sie den Konsistenzkontrast, der jeden Bissen anders macht. Aus demselben Grund werden sie von Hand oder im Linkslauf bei sehr niedriger Geschwindigkeit untergehoben, weil die Messer sie sonst zerbrechen würden.
Kaufst du sie schon geröstet und enthäutet, sparst du Zeit. Sonst 8-10 Minuten bei 160°C im Ofen, dann in einem Geschirrtuch abreiben, um die Haut zu entfernen: So entwickeln sie viel mehr Aroma, genau wie ich es auch beim Walnusseis mache.
Warum vor dem Schneiden abkühlen lassen
Warm ist der Brownie in der Mitte noch flüssig und das Messer zieht ihn mit: Du bekommst ausgefranste Quadrate. Beim Abkühlen wird die Butter fest und die Struktur verdichtet sich.
Für saubere Konditorei-Schnitte: glattes Messer, zwischen den Schnitten gereinigt, und ein gut durchgekühlter Brownie.
Varianten
- Mit Pekannüssen oder Mandeln statt Haselnüssen.
- Mit weißen Schokoladentropfen: der Farbkontrast beim Anschnitt ist wunderschön.
- Salted Caramel: eine Prise Fleur de Sel auf der Oberfläche vor dem Backen.
- Intensiver: Schokolade mit 70-75% verwenden und 20 g mehr Zucker dazugeben.
- Glutenfrei: das Mehl lässt sich durch Reis- oder Mandelmehl ersetzen, ohne den Ablauf zu ändern.
Aufbewahrung
Sie werden ab dem nächsten Tag besser: Der Kern setzt sich und wird noch fudgy-er. Sie halten sich 4-5 Tage bei Zimmertemperatur in einer geschlossenen Dose (nie im Kühlschrank, das macht sie hart) und lassen sich hervorragend schon in Quadrate geschnitten einfrieren.
Zutaten
- 200 g dunkle Schokolade (mindestens 60-70%)
- 150 g Butter
- 3 mittelgroße Eier, zimmerwarm
- 180 g Zucker
- 80 g Weizenmehl Type 00
- 20 g ungesüßtes Kakaopulver
- 120 g ganze Haselnüsse, enthäutet und geröstet
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
- 1
Die dunkle Schokolade in Stücken in den Mixtopf geben und zerkleinern
⏱ 8 Sek.vel 8 - 2
Die Butter in Stücken dazugeben und schmelzen lassen
⏱ 3 Min.vel 2🌡 60°C - 3
Die Masse mit dem Spatel vom Rand zur Mitte holen und im Mixtopf etwas abkühlen lassen
⏱ 2-3 Min. - 4
Den Zucker, die Eier, das Vanilleextrakt und die Prise Salz dazugeben und verarbeiten: Das ist das Geheimnis der dünnen Kruste, es muss nicht lange geschlagen werden
⏱ 45 Sek.vel 4 - 5
Das Mehl und den Kakao dazugeben und vermischen
⏱ 20 Sek.vel 4 - 6
Die ganzen Haselnüsse vorsichtig von Hand mit dem Spatel unterheben (oder 10 Sekunden im Thermomix, Linkslauf, damit sie nicht zerbrechen)
⏱ 10 Sek.vel 1,5 - 7
Den Backofen auf Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Backform (20x20 cm) mit Backpapier auslegen, den Teig hineingießen und glattstreichen
🌡 175°C - 8
Backen, bis die Oberfläche eine matte, rissige Kruste bildet. Stäbchenprobe in der Mitte machen: Es soll nicht sauber wie bei einem klassischen Kuchen herauskommen, sondern mit ein paar feuchten Krümeln daran, für den schmelzenden Kern
⏱ 22-25 Min.🌡 175°C - 9
Vollständig in der Form abkühlen lassen, bevor du stürzt und in Quadrate schneidest: Warm geschnitten fällt er leicht auseinander
Tipp
Der Brownie wird von einem Tag auf den anderen besser: Der Kern setzt sich und wird noch fudgy-er. Bei Zimmertemperatur in einer geschlossenen Dose aufbewahren.
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